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Zusammenfassung
Empire #9-11: The Short, Happy Life of Roons Sewell
Der Dschungelmond Yavin IV. General Jan Dodonna spricht mit Mon Mothma und berichtet, dass Bodenpersonal und reparaturtechnische Einrichtungen inzwischen zur Genüge vorhanden seien, es aber an Piloten und schnellen Jägern mangele. Mon Mothma zeigt sich davon überrascht, hatte doch der vorherige Kommandeur der Basis etwas ganz anderes berichtet, fügt sich jedoch. Bevor das Gespräch weiter fortdauern kann, entschuldigt Dodonna sich; er müsse sich einer Gedächtniszeremonie widmen, die in Kürze beginnen würde. Dodonna bewegt sich daraufhin mit seinem Stab in die Obere Halle des Großen Tempels, in der später Luke Skywalker und Han Solo geehrt und noch später von ebenjenem Skywalker Jedi-Studenten ausgebildet werden würden. Dodonna weiß, dass es wichtig ist, wie er diese Situation meistert; es ist immer ein kritischer Augenblick, wenn ein neuer Anführer seine Truppen zum ersten Mal anspricht. Er richtet sich an die Anwesenden: Piloten, Soldaten, Bodenpersonal. Gerade habe er erst mit Mon Mothma gesprochen, und sie teile sein Bedauern um den Verlust von General Sewell, und hoffe, dass sein Opfer den gleichen Mut und die gleiche Hingabe in anderen wecken würde, wie er es selbst in seinem Leben so oft getan habe. Tatsächlich, fährt er fort, verspüre man Trauer an diesem Tag, doch auch Dankbarkeit und sogar Freude; obwohl das gewalttätige Ende eines Lebens tragisch sei, sei dieses spezielle Leben vorher alles andere als das gewesen, denn General Roons Sewell habe sein Leben nach seinen Idealen gelebt. Und so erzählt Dodonna den Männern - seinen Männern - die Lebensgeschichte seines Vorgängers, von den Anfängen in der Gosse einer unbekannten Stadt auf einem unwichtigen Planeten bis zu seinem Ende als Führer einer Allianz mit dem Ziel, der Galaxis die Demokratie zurückzubringen. Er wolle Dinge erzählen, von denen die Anwesenden nichts gewusst haben dürften. Er wolle Dinge erzählen, die manche Anwesenden überraschen dürften... General Sewell würde die Tränen, die Dodonna unter den Anwesenden sehe, gutheißen. Er sei ein Mann gewesen, der das ehrliche Gespräch schätzte und sich nicht schämte, seinen Gefühlen Ausdruck zu geben, sei es Freude oder Enttäuschung. Sein früheres Leben habe ihn gut vorbereitet für jede Art von Kampf. Wie viele wüssten, dass er arm und in der Gosse aufgewachsen war? Dodonna nennt den Namen des Planeten und die Stadt, doch kaum jemand erkennt ihn. Und auch Dodonna konte nicht gewusst haben, was dort geschehen war. Denn Sewell behielt seine Geheimnisse, und seine Scham, für sich selbst... Schnitt. Ein Straßenjunge, Sewell, wird von drei älteren Mitgliedern einer Straßengang zusammengeschlagen. Er kämpft tapfer, aber dennoch verliert er. Als die Jungen ihn halbtot in einer Hintergasse verlassen, wird ihm bewusst, dass sein Leben bis jetzt nichts bedeutet hat und bald zu Ende sein würde. Das will er nicht zulassen; er will die Welt nicht verlassen haben, ohne etwas von ihm zu hinterlassen. Und so schleppt er sich, unter unsäglichen Schmerzen, aus der Gasse, viele schmerzvolle Meter, bis er auf einer großen Straße von einem Fahrer aufgelesen und ins Krankenhaus gebracht wird. Einige Zeit später. Scheinbar zufällig stößt Sewell erneut auf die drei anderen Straßenjungen. Es erfordert nur eine eine mit Bedacht ausgewählte Obszönität, und schon sind sie erneut hinter ihm her. Er kennt diese Gegend; er war schon einmal hier, für Vorbereitungen. Auf die stoßen seine Verfolger auch bald; die vorher abgedeckte Grube ist gefüllt mit unzähligen spitzen Gegenständen. Ihre Schreie sind bemerkenswert leise. Und als sie schließlich ganz verstummen, vernichtet der Überlebende alle Beweise, bevor er sich wieder auf die belebten Straßen traut. Sein Gesicht ist schweißüberströmt, aber das stört ihn nicht; der Schweiß versteckt seine Tränen, ein Produkt von Wut, und Angst... und Scham. Jahre später. Der inzwischen erwachsene Sewell hat sich einer Theatergruppe angeschlossen und sich in Masla, eine Schauspielerin, verliebt. Mitten in die Vorstellung eines Klassikers platzen plötzliche imperiale Sturmtruppen. Sewell ist empört, auf diese Weise in seinem Spiel unterbrochen zu werden, was den Offizier nicht hindert, die Anklage vorzulesen: Das Stück sei subversiv und eine Bedrohung für den öffentlichen Frieden; die Schauspielgruppe solle aufgelöst, deren Mitglieder verhört und das Theater zerstört werden. Roons Sewell will sich das nicht bieten lassen, und nach einer flammenden Rede wirft er eine Requisite auf den Offizier. Die Sturmtruppen eröffnen das Feuer; Chaos bricht aus. Durch einen glücklich fallenden Stützbalken kann Sewell unverletzt entkommen, doch Marla wird angeschossen. Er nimmt sie auf und flüchtet in die Nacht; nur langsam dämmert es ihm, dass er eine Leiche trägt. Und erst dann erkennt er, was er getan hat; seine selbstsüchtigen, großspurigen Gesten haben Masla das Leben und ihn seine Freiheit gekostet. Nicht lange danach klopft ein Junge an der Tür von Maslas Mutter, die gerade von imperialen Offizieren besucht wird, und meint, ein Mann habe ihm gesagt, er solle weitergeben, dass Masla in einem der Speeder hinter dem Haus wäre (wo sie tatsächlich ist). Die Offiziere rennen natürlich sofort zu ihrem Speeder und fahren in die Richtung los, wo der Junge gesagt hat, dass der Mann hingegangen sein soll. In ihrer Eile bemerken sie die Kette nicht, die an ihrem Gefährt befestigt worden war... bis ihnen der Motor herausgerissen wird, heißt das. Sewells Plan hat funktioniert. Doch noch muss die Sache beendet werden. Er greift sich einen herumliegenden Blaster... Auf Yavin erinnert Dodonna sich, dass Sewell einmal gesagt hatte, seine Tage im Untergrund seien verzweifelt gewesen, aber auch berauschend. Es verleihe Freiheit, keine Besitztümer, keine Familie, keine Erwartungen zu haben. Die Nadelstiche, so Dodonna weiter, die Sewell im Alleingang dem Imperium versetzen konnte, waren ihm zu wenig, und sein Ehrgeiz - ein Teil von General Sewell wie Fleisch und Bein - habe von ihm verlagt, der noch jungen Rebellenallianz beizutreten. Und so sei es geschehen. Sewell sei ein geborener Anführer gewesen, und wagemutig. Er habe eine kleine Gruppe angeführt, die imperiale Shuttles stahl, um vom Planeten zu kommen, verkleidet als Offiziere. Dodonna meint, Sewell habe die Geschichte sehr viel besser als er erzählen können. Er habe geschworen, nicht ein Tropfen Blut sei vergossen worden, und sein einziges Bedauern sei es gewesen, den Ausdruck auf den Gesichtern der Imperialen nicht gesehen zu haben, als sie mitbekommen haben mussten, dass sie hereingelegt wurden. Ein weiterer Schnitt zeigt Roons Sewell in imperialer Offizierskleidung, beschmiert mit Theaterblut, wie er eine imperialen Garnison im Befehlston auffordert, schnell zum Raumhafen zu kommen. Tatsächlich aber führt er sie in eine Falle, was denen erst bewusst wird, als von den sie umgebenden Hausdächern Blasterfeuer regnet. Keiner überlebt. Ja, sagt Dodonna. Krieg sei schrecklich. Er habe Sewell einmal gefragt, warum er immer so fröhlich so, so voller Humor. Dieser habe geantwortet, dass er als Anführer verpflichtet sei, einen Sinn von Abenteuer, sogar Spaß, in diesem traurigen Unternehmen zu finden. Deshalb habe Dodonna auch nie gewusst, wieviel von dem, was Sewell zeigte, echt war, und was ein Ergebnis seines Schauspielhintergrunds. Aber, erinnert er sich, er habe noch nicht erzählt, wie er und Sewell sich begegnet waren; der General habe nämlich sein Leben gerettet. Er will seine Zuhörer nicht mit Details langweilen und erwähnt deshalb nur, dass das Imperium ihn nur ungern als Rentner sah. Roons Sewell habe ihn in einem Frachter ‘evakuiert’ und zur Rebellenallianz gebracht. Tatsächlich war es mehr eine Entführung Dodonnas, bevor die Imperialen ihn für ihre Zwecke rekrutierten. Dodonna und Sewell prallen bereits bei diesem ersten Treffen aufeinander. Von einem Großkampfschiff verfolgt, schlägt Dodonna eine provokante Ausweichtaktik vor, die Sewell als verrückt abtut. Im letztmöglichen Augenblick ergreift Dodonna das Steuer und führt seine Taktik - mit Erfolg - aus. Die beiden werden wenig später von Mon Mothma empfangen. Sewell stellt den alten Ex-Offizier Mon Mothma in den schillerndsten Tönen vor; sie seien zu ihm gekommen, um ihn zu retten, doch am Ende habe er sie gerettet. Daraufhin hat die Senatorin keinerlei Einwände, Dodonna einen Posten als General der Rebellen-Allianz zuzugestehen. Diskussionen lassen natürlich nicht lange auf sich warten. Dodonna hat seine Ansichten, Sewell seine eigenen. Dodonna hat mehr Erfahrung, Sewell ist sein Vorgesetzter. Einmal, kurz nach Einrichten der Yavin-Basis, lehnt Sewell Dodonnas Forderung nach Ersatzteilen entschieden ab; statt hier rumzusitzen, könnten sie im All sein und den Imperialen Schaden zufügen. Dodonna antwortet darauf, dass eine Armee nur mit vollem Magen kämpfen könne, sowie mit Ersatzteilen, taktischen Einrichtungen und genauer Organisation. Die Rebellen müssten die Guerilla-Kriegsführung hinter sich lassen und eine Flotte bauen, die Raumschlachten gewinnen kann, bevor sie die Galaxis zurückerobern könne. Sewell lässt sich scheinbar nicht erweichen; er würdige Dodonnas Weisheit, doch er sei alt und solle der jungen Generation das Kämpfen überlassen. Er verlässt den Planungsraum und lässt Dodonna alleine zurück. Er reflektiert über das Gesagte; vielleicht sei es tatsächlich nicht an ihm, ihnen zu sagen, wie sie ihren Krieg zu kämpfen hätten. Während er so überlegt, sieht er, wie Sewell mit einigen Y-Flüglern und Versorgungsschiffen vom Mond abhebt. Als er in der Nacht zurückkommt, sind die meisten Schiffe noch bei ihm; und außerdem eine corellianische Korvette vollgepackt mit Kleinwaffen, Nahrungs-Synthesizierern und Hyperraumantriebs-Zellen. Alles Ergebnis auf einen Angriff Sewells auf einen imperialen Außenposten. Dodonna meint, er habe eigentlich im Sinn gedacht, die erforderten Teile von freundlichen Quellen zu kaufen oder darum zu betteln; Sewell habe vorgezogen, sie zu stehlen. Einige Zeit später, eine andere Mission, diesmal, um Protonentorpedos zu besorgen. Der Überfall ist ein Erfolg - es gab keine Verluste -, aber die Rebellen werden von TIE-Jägern verfolgt. In einem Asteroidengürtel verstecken sie sich, in der Hoffnung, nicht bemerkt zu werden. Dodonna will ausharren; er meint, die Piloten würden so lange suchen, wie nötig, um ihre Vorgesetzten zu befriedigen, und dann wieder abziehen. Sewell gefällt das nicht; wenn die TIEs sie entdecken sollten, würden sie mit Sicherheit abgeschossen werden. Er ist entschlossen, zu handeln, und tut das auch, egal, was Dodonna sagt, ihn davon abzuhalten. Er setzt sich in einen der den Frachter begleitenden Y-Flügler und programmiert zwei (unbemannte) weitere so um, dass sie den Bewegungen des seinen automatisch folgen. Er hat nicht vor, die TIEs anzugreifen, sondern will ihre Aufmerksamkeit bloß vom Frachter weglenken. Das gelingt ihm auch, und tatsächlich schafft er es sogar, dass einige der Jäger gegen Asteroiden fliegen und explodieren. Aber natürlich sind es am Ende trotzdem zu viele. Seine Sinne sind erhöht, Roons Sewell ist so lebendig, wie ein Mensch es nur sein kann. Er weicht Felsen von der Größe eines Banthas und leuchtenden Energiestrahlen aus. Es ist, als stände er auf der Bühne und würde eine glorreiche Improvisation abgeben. Kein Selbsthass, kein CARPING der Kritiker kann diesen Moment auch nur ankratzen. Roons Sewell stirbt glücklich. Dodonna geht nicht ins Detail und beschreibst die Tat nur als heldenhafte Aufopferung. Dass sie unnötig gewesen sein mag, und vielleicht verursacht von Sewells Angst - oder Schuld -, behält er für sich. Man habe eine Nachricht in seinem Nachlass gefunden, meint Dodonna schließlich, die einige seiner Lieblingszeilen enthalte. Und diese (es ist die Textstelle, die vorzutragen ihm vor langer Zeit nicht gestattet worden war, von Sturmtruppen, die in sein Theater eingedrungen waren) trägt Dodonna jetzt vor: “Wenn der Griff der Tyrannei zunimmt, was bleibt dann, als ihn zu ertragen? Mann oder Frau, ein Sandkorn in diesem klammen Haufen, eine Kameradschaft feuchten Elends. Doch wenn ein sonderbares Feuer diese traurige Gemeinschaft zu Glas zusammenschweißen würde, welche neugeborenen Kanten mögen dann zum Blute schneiden und Erlösung finden?” Doch Sewell habe es nicht dabei belassen und noch einige Zeilen hinzugefügt: “Dieser Krieg formt uns. Lasst es geschehen. Lasst euch scharf werden wie Glas, ja, aber auch so biegsam wie Stahl. Jeder gefallene Kamerade ist der Schlag eines Hammers, doch lasst, damit einhergehend, dieses fremdartige Feuer euch stärken für die Unbill, die vor euch liegt, schärfer und wagemutiger schmieden für die kommenden Schlachten. Wir kämpfen einen guten Kampf. Es war eine Ehre, mit euch gedient zu haben. Ich habe euch alle geliebt.” Dodonna lässt seine letzten Worte in der Luft hängen. Es sind Worte, die geschrieben wurden, um zu inspirieren. Eine Heirat von Wahrheit und Kunst. Doch trotz seiner gespaltenen Gefühle diesen Mann betreffend, ist Dodonna sich einer Sache sicher: Eine Persönlichkeit, beeindruckend und erdrückend durch ihre schiere Größe, ist verschwunden, als wenn das goldene Yavin selbst verschwunden wäre und blaue Leere zurückgelassen hätte.
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